Shift Day 3

Sonntag, 28. Oktober 2007

L.A.S.E.R. TAG, 2007 - Graffiti research lab


Diese Arbeit befindet sich im Aussenraum, ist nur bei Nacht sichtbar und erfreut sich regem Interesse. Die Künstlergruppe elektronisiert das Graffiti: mit einem extrem starken Laserpointer können sie in Echtzeit auf Gebäude "schreiben" und die Massen auf der Strasse unten verwirren. Die Shift-Schreibstation befindet sich auf dem Dach über dem Restaurant und kann nur durch ein etwas wacklig-scheinendes Baugerüst erreicht werden. Oben trifft man meistens eine Gruppe von jungen Festivalbesuchern, die entweder ihre "Tags" ausprobieren oder "Montagsmaler" veranstalten.Somit wäre auch geklärt, weshalb gestern auf dem Gebäude ein Tukan, sowie Coktailschirmchen oder gar eine Spritze (geballte Fantasie eines Medizinstudenten:) auf der Wand auftauchten.


Die Arbeit sagt vielleicht in künstlerischer Hinsicht nicht viel aus ("der aktivistische Moment einer Rückgewinnung des öffentlichen Raums" Auszug Programmheft), aber es entlarvt gewisse Sprayer und plötzlich hat man zu einem "Tag" ein Gesicht, gell Wosl!
Theo ist einer der Anwesenden Künstler, unterrichtet in Amsterdam an einer Kunstakademie und weil er eine interessante Person ist, haben wir eines der vielen Kaffee-Gespräche mit ihm für euch aufgezeichnet.

Samstag, 27. Oktober 2007

Im Gespräch mit Amazon Noir

Alessandro Ludovico„Amazon noir“ von Ubermorgen.com mit Alessandro Ludovico und Paolo Cirio konnten die Software von einem der grössten Internet – Büchershops überlisten womit sie sich Zugang zu vollständigen Büchern verschaffen konnten. Für Aufsehen hat auch der Raub ihres Buches in der Ausstellung am Shift Festival gesorgt: „ Dabei dachte ich mir, dass unser Buch gerade in der Schweiz keine Bewachung braucht.“
Weiteres erfährt ihr im Künstlergespräch mit Alessandro Ludovico.

Samstagnacht Audio / Visionen

Mit dem heutigen Konzertprogramm kann so leicht keiner mithalten, wenn es um elektronischen Sound geht. Mit Coldcut hat die Festivalleitung Pioniere auf dem Gebiet der audiovisuellen Performance von England nach Basel geholt, aber auch die Mitstreiter des heutigen, doch eher kalten abends können sich sehen lassen:
Mikomikona aus Berlin verknüpfen integral Bild mit Ton und ihr Soundcheck verspricht eine gelungene Performance. Die Performance "Hurrliburrli" (Sissikontest) bringt ein experimentelles Spiel mit obskuren Geräuschinstrumentarium und Moritz Wettstein wiedergibt die Geräusche und Bewegungen der Anwesenden mit seiner Musik - Video - Maschine.

Suthek, Jennifer Cardini und unsere einheimische S - Biene ziehen ab halb eins mit uns weiter bis alle die Zeitumstellung verstanden haben ...so gegen 04.00 Uhr.

Die Eintrittskarten für die Party bekommt ihr für 25.-

"picidae" ein ausgezeichnetes Projekt am Shift

Eines von den drei prämierten Projekten des Migros - Kulturprozent findet man auch auf Festivalgelände. Picidae, die Fachbezeichnung für die Gattung der Spechte, heisst ein innovatives Projekt, welches die textbasierten Zensurmechanismen im Internet zu überwinden hilft.
Vor einigen Wochen wurde das Projekt in der Zürcher Zeitung ausführlich gewürdigt, nun wurden die beiden Schweizer Künstler Christoph Wachter und Mathias Jud mit dem Hauptpreis, der gestern Nachmittag vom Migros-Kulturprozent am Shiftfestival ausgelobt wurde, ausgezeichnet.


In der Installation von Wachter und Jud kann man virtuell im zensierten Internet von Staaten wie China oder Iran surfen und so einfach erfahren, mit welchen Hindernissen man in diesen Regimen konfrontiert ist, wenn man im Internet recherchieren oder auch nur surfen will.
Die Idee die textbasierte Zensur über die Zwischenschaltung von Bildern zu überwinden, ist eigentlich ebenso schlicht wie genial. Suchergebnisse geben die pici-Server als Bilder aus; damit fehlen für die Filter der Internetzensoren die Schlagwörter, die im Lauftext oder in Metadaten unerwünschte Inhalte erkennbar machen.

))¦Kopfhörerkonzerte zum Entspannen gut¦((

Möchte man sich für eine Weile vom Festival Trubel zurückziehen, empfiehlt es sich den Güterwagon mit den Kopfhörerkonzerten aufzusuchen. Gegen ein Pfand kriegt man einen Kopfhörer mit Infrarot-Ausstattung aufgesetzt und kann sich so im resp. vor dem Güterwagon frei bewegen. Drinnen ist es einladend warm - genau richtig um das DJ-Set zu geniessen. Die Stimmung war wunderbar entspannt. Einige Gäste schienen zu schlafen. Andere nickten mit dem Kopf. Eigentlich wie in der U-Bahn oder im Tram, wo jeder seinen iPod einstöpselt um nicht gestört zu werden. Doch weil alle den gleichen Live-Sound hörten, herrschte doch ein Gefühl von Gemeinschaft. Umso komischer dann, wenn man den Kopfhörer abnimmt und sich die Situation ohne Musik anschaut. Der ganze Zauber verfliegt sogleich.

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